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Magnesium

Magnesium kaufen: Preis je mg richtig vergleichen

Futures Nutrition Redaktion · 10. August 2026

Magnesium kaufen: Preis je mg richtig vergleichen

Magnesium kaufen: Preis je mg richtig vergleichen

  1. August 2026

Zwei Packungen nebeneinander, 9,90 € und 14,90 € – und die günstigere ist die teurere. Das ist kein Rechentrick, sondern der Normalfall bei Magnesium. Weder der Packungspreis noch der Preis pro Tablette lassen sich zwischen zwei Produkten vergleichen, weil beide Zahlen offenlassen, wie viel Magnesium überhaupt darin steckt. Vergleichbar wird der Einkauf erst über eine einzige Größe: den Preis je 100 mg elementarem Magnesium.

Diese Zahl steht auf keiner Packung. Sie lässt sich aber aus drei Angaben ausrechnen, die dort stehen müssen – in weniger als einer Minute.

Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei.

Die Rechnung, die zwei Produkte vergleichbar macht

Sie brauchen den Packungspreis, die Stückzahl und die Milligramm Magnesium je Tablette aus der Nährwerttabelle – nicht das Gewicht der Verbindung von der Vorderseite.

Preis je 100 mg = Packungspreis ÷ (Stückzahl × mg je Tablette) × 100

Drei Beispiele, wie sie im Regal tatsächlich nebeneinanderstehen können:

BeispielPackungspreisStückMagnesium je TabletteMagnesium je PackungPreis je 100 mg
A9,90 €120100 mg12 000 mg0,08 €
B14,90 €120150 mg18 000 mg0,08 €
C7,90 €60100 mg6 000 mg0,13 €

A und B kosten pro Packung fünf Euro Unterschied und liefern Magnesium exakt gleich günstig. C ist die billigste Packung im Regal und das teuerste Magnesium im Vergleich – rund 60 % teurer je Milligramm.

Wer die Rechnung einmal für seine Stammprodukte macht, braucht sie danach selten wieder. Sie ändert sich nur, wenn sich der Preis oder die Rezeptur ändert.

Warum die Zahl auf der Vorderseite nicht taugt

Magnesium liegt in Nahrungsergänzungsmitteln nie allein vor, sondern immer an einen Partner gebunden – an Glycin, Citronensäure, Apfelsäure oder einen mineralischen Partner. Dieser Partner wiegt mit. Von 1 000 mg Magnesiumbisglycinat sind rund 140 mg Magnesium, von 1 000 mg Magnesiumoxid rund 600 mg.

Deshalb sind „500 mg Magnesiumcitrat" und „500 mg Magnesium" zwei völlig verschiedene Angaben, und deshalb ist eine große Zahl auf der Vorderseite kein Argument. Welche Verbindung wie viel elementares Magnesium enthält, steht in Magnesiumformen im Vergleich.

Für den Preisvergleich folgt daraus eine einfache Regel: Rechnen Sie ausschließlich mit der Zeile „Magnesium" aus der Nährwerttabelle. Diese Angabe bezieht sich immer auf elementares Magnesium, unabhängig von der Form – sie ist damit die einzige Zahl, die zwischen Produkten dasselbe bedeutet.

Ältere Frau liest die Rückseite einer Dose an einem Ladentisch

Was auf dem Etikett stehen muss

Ein deutsches Nahrungsergänzungsmittel unterliegt der Nahrungsergänzungsmittelverordnung (NemV) und der EU-Lebensmittelinformationsverordnung. Was fehlt, fehlt nicht aus Platzgründen – es gehört dorthin:

  • Die Bezeichnung „Nahrungsergänzungsmittel". Nicht „Vitalstoffkomplex", nicht „Mineralstoffformel" allein.
  • Die Verbindung im Zutatenverzeichnis. Zulässig sind nur die in der EU gelisteten Magnesiumverbindungen. Steht dort nur „Magnesium", ohne dass sich die Verbindung finden lässt, ist die Deklaration unvollständig.
  • Die empfohlene tägliche Verzehrsmenge – also ob eine Tagesportion aus einer, zwei oder drei Tabletten besteht.
  • Der Gehalt je Tagesportion in mg und in Prozent der Nährstoffbezugsmenge (NRV). Die NRV für Magnesium beträgt 375 mg pro Tag; 150 mg entsprechen also 40 %.
  • Der Warnhinweis, die angegebene empfohlene Tagesdosis nicht zu überschreiten, der Hinweis zur Aufbewahrung außerhalb der Reichweite kleiner Kinder und der Satz, dass das Produkt kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung ist.

Der häufigste Stolperstein steckt in der dritten Zeile: „pro Tagesportion" ist nicht „pro Tablette". Ein Produkt mit 300 mg pro Tagesportion kann drei Tabletten zu je 100 mg meinen. Für den Preisvergleich rechnen Sie deshalb immer auf die einzelne Tablette herunter – oder gleich auf die Kosten pro Tag.

Kosten pro Tag statt Preis pro Packung

Wenn Sie wissen, wie viel Magnesium Sie täglich ergänzen möchten, ist das die praktischste Größe. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 250 mg Magnesium pro Tag, verteilt auf mindestens zwei Einnahmen. Woher diese Zahl stammt und warum sie den 375 mg der NRV nicht widerspricht, steht in Zu viel Magnesium: die 250-mg-Grenze richtig lesen.

Bei Beispiel B oben und 150 mg am Tag kostet die Ergänzung rund 12 Cent täglich; bei Beispiel C und derselben Menge rund 20 Cent. Über ein Jahr gerechnet sind das rund 45 gegenüber rund 72 Euro – bei identischem Nährstoff.

Taschenrechner, Kassenbons und ein Geldschein auf einem Tisch

Zusatzstoffe: was üblich ist und was auffällt

Eine Tablette besteht nie nur aus dem Nährstoff. Damit Pulver überhaupt pressbar ist und die Tablette die Maschine unbeschädigt verlässt, kommen Hilfsstoffe dazu. Sie müssen im Zutatenverzeichnis mit ihrer Funktion stehen.

ZutatFunktionEinordnung
Mikrokristalline CelluloseFüllstoffpflanzlicher Standard, macht das Pressen möglich
Magnesiumsalze der Speisefettsäuren (Magnesiumstearat)Trennmittelübliche Kleinstmenge; trägt zum deklarierten Magnesium nichts Nennenswertes bei
SiliciumdioxidTrennmittelhält das Pulver rieselfähig
HydroxypropylmethylcelluloseÜberzugs- bzw. Kapselmaterialpflanzlich, Alternative zu Gelatine
Süßungsmittel, Aromen, SäuerungsmittelGeschmacktypisch für Pulver und Brausetabletten, in Tabletten unnötig

Zwei Dinge sind dabei praktisch relevant. Erstens: Wer vegan einkauft, schaut auf die Kapselhülle – Gelatine ist tierisch, Cellulose nicht. Zweitens: Brausetabletten und Sticks enthalten oft Natrium, weil das Sprudeln über ein Carbonat entsteht; wer auf die Natriumzufuhr achtet, findet die Angabe in der Nährwerttabelle.

Werbeaussagen wie „ohne Zusatzstoffe" sagen dagegen wenig. Zugelassene Trennmittel in Kleinstmengen sind kein Qualitätsmangel, und ein Produkt ohne Füllstoff braucht dafür meist eine Kapsel statt einer Tablette. Aussagekräftig ist nicht der Werbespruch, sondern die Zutatenliste darunter.

Angaben ohne festen Inhalt

Ein paar Begriffe klingen nach Prüfsiegel und sind keines:

  • „Hochdosiert" ist rechtlich nicht definiert. Die Milligrammzahl je Tagesportion sagt alles, was der Begriff verspricht.
  • „Chelat" beschreibt die Bindungsform, nicht die Wirkung. Zugelassene Angaben gelten dem Nährstoff Magnesium, nicht einer bestimmten Verbindung – eine Form ist also nicht „wirksamer" als eine andere, sie unterscheidet sich in Elementaranteil, Löslichkeit und Verträglichkeit.
  • „Laborgeprüft" ohne Angabe, worauf geprüft wurde, ist eine Aussage über nichts. Aussagekräftig wird sie erst, wenn Prüfparameter genannt sind.

Was unsere Produkte deklarieren

Unser Magnesiumbisglycinat 150 mg liefert 150 mg elementares Magnesium je Tablette – 40 % der Nährstoffbezugsmenge – bei 120 Tabletten je Packung. Für die Rechnung oben sind das 18 000 mg Magnesium pro Packung; den aktuellen Preis auf der Produktseite geteilt durch 180 ergibt den Preis je 100 mg.

Magnesiumbisglycinat 150 mg von Futures Nutrition – 120 Tabletten im Braunglas

Bei Kombinationsprodukten wie Weißdorn + Magnesium führt der reine Preisvergleich in die Irre: Dort zahlen Sie auch für die zweite Zutat, und der Magnesiumanteil je Tagesportion ist kleiner. Solche Produkte vergleicht man sinnvoll nur mit anderen Kombinationen, nicht mit einem reinen Magnesiumprodukt. Eine Übersicht finden Sie in der Kategorie Mineralstoffe.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Die Kurzfassung für das Regal

  1. Nährwerttabelle aufschlagen, Zeile „Magnesium" in mg suchen.
  2. Prüfen, auf wie viele Tabletten sich die Angabe bezieht.
  3. Packungspreis durch die Gesamtmenge Magnesium teilen, mal 100.
  4. Zutatenverzeichnis überfliegen: Verbindung genannt, Kapselhülle passend, keine Zutaten, die Sie nicht möchten.
  5. Erst danach auf die Vorderseite schauen – dort steht Werbung, keine Vergleichsgröße.

Häufige Fragen

Ist das teurere Produkt das bessere?

Nicht automatisch. Der Preis je 100 mg elementarem Magnesium ist die Vergleichsgröße; darüber hinaus unterscheiden sich Produkte in Verträglichkeit, Tablettengröße und Zusatzstoffen. Die zugelassenen Angaben zu Magnesium gelten für alle gleichermaßen.

Lohnt sich die Großpackung?

Meist ja, aber mit einer Einschränkung: Rechnen Sie aus, wie lange sie bei Ihrer Tagesportion reicht, und vergleichen Sie das mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Eine Packung für 400 Tage, die in 200 Tagen abläuft, ist nicht günstig, sondern halb verschenkt.

Woran erkenne ich, wie viel Magnesium wirklich in einer Tablette ist?

An der Nährwerttabelle. Die Angabe dort ist elementares Magnesium und rechtlich verbindlich. Steht auf der Vorderseite eine deutlich größere Zahl, bezieht sie sich auf das Gewicht der Verbindung – also inklusive Bindungspartner.

Wie viel Magnesium sollte die Tagesportion enthalten?

Das hängt davon ab, was die Ernährung bereits beisteuert. Die Bezugsgröße auf dem Etikett sind 375 mg, die Empfehlung für Nahrungsergänzungsmittel liegt bei 250 mg pro Tag. Welche Zahl in welcher Lebenssituation gilt, steht in Magnesium-Tagesbedarf: 375 mg, 350 mg oder 250 mg?.


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Quellen: Verordnung (EU) Nr. 432/2012 (zugelassene Angaben); Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII (Nährstoffbezugsmengen); Richtlinie 2002/46/EG, Anhang II (zugelassene Mineralstoffverbindungen); Verordnung über Nahrungsergänzungsmittel (NemV), § 4; Bundesinstitut für Risikobewertung, „BfR bewertet Tageshöchstmenge für Magnesium in Nahrungsergänzungsmitteln", 2017. Zurück zum Magazin